Die Toten Hosen
Zu
den Hosen gekommen bin ich wie die berühmte Jungfrau zum Kind.
Es war irgendwann in den späten 80ern und meine Eltern hatten sich eine neue
Stereoanlage zugelegt mit allem Schnickschnack, den man sich nur vorstellen
kann.
Neugierig wie immer, habe ich Unmengen an Zeit vor dem Ding verbracht, alles
Mögliche ausprobiert und haufenweise Musik aus dem Radio aufgenommen - ja,
damals hat man sowas noch gemacht.
Vornehmlich war´s dann WDR1, das heutige EINSlive. Und in der Zeit wurde viel
von den Hosen gespielt. Anfangs das Horroshow-Album und später dann die Kreuzzug
ins Glück.
Seitdem bin ich mit dem Hosen-Virus infiziert und ich glaube, dass sich das nach
nun über 20 Jahren auch nicht mehr ändern wird.
Ich verbinde mit den Hosen so viele Erinnerungen - an gute und schlechte Tage -
dass ich sie nie mehr missen möchte.
Die Frage, ob die Hosen als Idole taugen, lässt sich in meinen Augen nicht
beantworten und abgesehen davon mag ich keine Idole. Jeder sollte er/sie selber
sein und kein Abklatsch eines anderen (geschweige denn eines vermeintlichen
Stars). Aber ich habe von den Hosen sehr viel gelernt, was mich damals als
Früh-Teenie geprägt hat und auch heute noch ausmacht. Ihre Musik und ein Teil
ihrer Statements hat mir durch manch´ dunkle Zeit geholfen und mich gelehrt, nie
aufzugeben.
Das mag jetzt völlig klischeehaft oder schwülstig klingen und Campino würde wohl
ziemlich grinsen, würde er´s lesen. Natürlich ist das keine Art "Vorbild"
oder dass ich mein Leben, Denken oder sonstwas an ihnen ausgerichtet hätte - um
Gottes Willen - aber ich denke es gibt für jeden, dessen Leben ohne Musik sehr
viel ärmer wäre, irgendeinen Künstler, der ihm viel gibt bzw. der ihn auf die
eine oder andere Art und Weise anspricht, Ansichten teilt oder einfach nur gute
Musik macht.
Soviel zu meiner Alltime-Classic-Band und wie ich zu ihr kam (danach haben mich
schon soviele Leute gefragt und zudem haben die Hosen es einfach verdient hier
erwähnt zu werden).
Danke Andi, Breiti, Campi, Kuddel, Vom, Wölli, Trini samt Crew.
HAUT REIN, JUNGS!